06.01.2010 Feinwerkmechaniker der DGA feiern Erfolge bei der Abschlussprüfung Das kleine Präsent, das Tobias Engels, David Policht, Rene
Schrickel und Christopher Schulz Landrat Wolfgang Spelthahn jetzt im Kreishaus
als Erinnerung an den gemeinsamen Termin überreichten, hat Symbolwert. Die
Junggesellen – die vier sind frisch gebackene Feinwerkmechaniker, Fachrichtung
Maschinenbau – schenkten ihm eine kleine selbstgefertigte Dampflok aus Metall.
Für die jungen Männer war es höchste Eisenbahn, mit einer fundierten Ausbildung
Zug in ihr Berufsleben zu bekommen, um nicht auf dem Abstellgleis zu landen. So
nutzten die Hartz IV-Empfänger die Chance, die ihnen die job-com und die
gemeinnützige Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA) angeboten hatten
mit Volldampf und erreichten ihr Ziel weit vor dem Fahrplan: In nur zweieinhalb
Jahren – üblich sind dreieinhalb - absolvierten sie die außerbetriebliche
Ausbildung und haben nun den Gesellenbrief in der Tasche. Tobias Engels gehörte
sogar zu den Innungsbesten. Er absolvierte die praktische Prüfung mit „sehr
gut“ und die theoretische mit „gut“.

Durch außerbetriebliche Ausbildung zum Erfolg
(v.l.): Christopher Schulz, Rene Schrickel, David Policht und Tobias Engels
haben ihren Gesellenbrief als Feinwerkmechaniker nach verkürzter Lehrzeit in
der Tasche. Wegen ihres großen Engagements würdigte Landrat Wolfgang Spelthahn
die vier nun als Vorbilder für andere Langzeitarbeitslose.
Landrat Wolfgang Spelthahn, Aufsichtsratsvorsitzender der
DGA, gratulierte den vier jungen Männern jetzt herzlich zu ihrem Erfolg. „Auch
wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit denkbar ungünstig sind,
haben sie angesichts des erwarteten Fachkräftemangels beste Perspektiven. Mit
ihrem Wissen, Können und dem gezeigten Engagement werden sie beruflich
erfolgreich sein“, prophezeite er. Im Beisein der DGA-Geschäftsführer Astrid
Küpper und Hans-Joachim Deutz, ihren ehemaligen Anleitern Marcus Ellinghoven
und Norbert Bosau sowie Michael Alt als Vertreter der job-com überreichte er
den vier Junggesellen Urkunden, die ihnen ihr großes Engagement und ihre Vorbildfunktion
bescheinigen. „Es ist doch immer wieder erfreulich, wenn sich junge Menschen
aus dem Hartz IV-Bereich mit vermeintlich schlechteren Startbedingungen so gut
präsentieren“, waren sie sich einig.
Um am Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildung zu
ermöglichen, hatte die job-com des Kreises Düren 2007 in Zusammenarbeit mit
verschiedenen Beschäftigungsträgern rund 90 außerbetriebliche Ausbildungsplätze
geschaffen und geeignete Kandidaten aus ihrem Kundenstamm ausgewählt. Gut drei
Millionen Euro aus Bundesmitteln wurden für die Maßnahme bereitgestellt. Auch
wenn sie noch auf Stellensuche sind, sehen Tobias Engels, David Policht,
Rene Schrickel und Christopher Schulz nun Licht am Ende des Tunnels. Spätestens wenn die
Weltwirtschaft wieder in Fahrt kommt, wollen sie auf den Zug aufspringen. „Ich
will endlich mein eigenes Geld verdienen“, hofft nicht nur Rene Schrickel auf
grünes Licht.
Wer an der Mitarbeit der Feinwerkmechaniker interessiert ist, wendet
sich bei der DGA an Norbert Bosau (02421/9909922) oder bei der job-com an
Günter Steckenborn (02421/221675).
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